A
Acrodont: Zahnbefestigung. Bei acrodonter Zahnbefestigung sind die Zähne mit dem Knochen verwachsen oder
durch straffes Bindegewebe verankert. Sie stehen auf der Oberseite des Kieferknochens.
Adaption: Anpassung.
Adult: (1) Erwachsen, (2) alle Körpermerkmale sind voll ausgebildet (Gegenteil=juvenil).
After: s. Anus.
Agamen: Siehe Agamidae.
Agamidae: (1) Agamen, (2) Familie der Iguania.
Agonistisches Verhalten: Oberbegriff für sämtliche, in Zusammenhang mit Auseinandersetzungen zwischen
Individuen auftretenden Verhaltensweisen.
Allochthon: Gebietsfremde Arten (Gegenteil=autochthon).
Allopatrische Arten: Arten, die sich geografische gegenseitig ausschließen (Gegenteil=Sympatrische Arten).
Allotypus: Ein in der Regel nicht vorgesehener Ausdruck, mit dem ein Exemplar des gegensätzlichen Geschlechts
zu demjenigen des Holotypus bezeichnet wird.
Amphigonia retardata: (1) Befruchtungsverzögerung. (2) Fähigkeit weiblicher Tiere, männliche Samenzellen für
spätere Befruchtungen über einen längeren Zeitraum im Körper lebensfähig zu
speichern.
Anorexie: Verweigerung der Nahrungsaufnahme.
Anus: (1) After; Enddarmausgang. (2) Kennzeichnet die Rumpf-Schwanz-Grenze.
Arboricol: Baum- oder Strauchbewohnend.
Areal: Verbreitungsgebiet einer systematischen Kategorie.
Arid: (1) Trocken, (2) mehr Verdunstung als Niederschlag im Jahr.
Art: (1) Die Rangstufe unmittelbar unterhalb der Gattung. (2) Ein Taxon mit Artrang.
Artgruppe: Die Artgruppe schließt alle Taxa der Rangstufen Art und Unterart ein.
Ästivation: Sommerruhe. Einschränkung der Aktivität und Rückzug in Verstecke zum Überstehen der
sommerlichen Hitze- und Trockenperiode. Die Nahrungsaufnahme ist eingestellt und der
Stoffwechsel herabgesenkt.
Autochthon: Im betreffenden Gebiet selbst entstanden (Gegenteil=allochthon).
Autotomie: Schutzverhalten; einige Echsen besitzen die Fähigkeit ihren Schwanz zum Schutz durch eine
vorgebildete Sollbruchstelle abzuwerfen. Die autotomierten Teile regenerieren.
B
Ballentrockenheit: Durch zu trockene Haltung bedingter Schaden an Terrarienpflanzen.
Balz: (1) Werben; (2) Sammelbegriff für die Kopulation einleitende Verhaltensweise.
Bartagame: (1) Deutscher Trivialname, (2) die Gattung Pogona betreffend.
BArtSchV: Bundesartenschutzverordnung
Bastard: Kreuzung zwischen verschiedenen Arten, Unterarten, Rassen o. Gattungen.
Begattungsmale: Markante Bissspuren , die zur Paarungszeit an der Flanke oder der Nacken-Halsregion bei
Weibchen entstehen.
Beschädigungskampf: Agressives Kampfverhalten, das im Gegensatz zum Kommentkampf zur Verletzung,
mitunter auch zum Tod des Gegners führt.
Beschreibung: Eine Aussage in Worten über die taxonomischen Merkmale eines Exemplars oder eines Taxon.
Beuteschütteln: Totschütteln.
Beutespektrum: Sämtliche, einem Räuber als Nahrung dienende Tiergruppen.
Binomen (Pl. Binomina) oder binominaler Name: Die Kombination von zwei Namen, wobei der erste der
Gattungsname, der zweite der Artname ist. Zusammen
bilden sie den wissenschaftlichen Namen einer Art
(zum Beispiel Pogona henrylawsoni).
Biomasse: Gesamtsubstanz der in einem Gebiet vorhandenen Lebewesen.
Biotop: (1) Lebensstätte einer regelmäßig wiederkehrenden Artengemeinschaft von einheitlicher, gegenüber
seiner Umgebung abgrenzbarer Beschaffenheit (z. B. Hochmoor, Höhle, Teich, Meeresstrand).
(2) Durch bestimmte Umweltbedingungen charakterisierter Lebensraum.
Biozönose: (1) Lebensgemeinschaft; (2) Gesamtheit der Organismen eines Biotops.
Bipede Fortbewegung: Fortbewegung mit zwei Beinen.
Brutzeit: Siehe Inkubationszeit.
C
Carnivor: Fleischfressend.
Caudal: Zum Schwanz hin gelegen, schwanzwärts, am Schwanz befindlich, auf den Schwanz bezogen.
Cotypus: s. Typus.
Cranial: Zum Kopf hin gelegen.
D
Dehydrieren: (1) Austrocknen, (2) Wasser entziehen.
DNZ: Deutsche Nachzucht.
Dorsal: Auf dem Rücken befindlich, zum Rücken hin gelegen.
Dorsoventral: Vom Rücken zum Bauch hin gelegen.
E
Ecdysis: Häutung.
Ektoparasit: Außen am Wirt befindlicher Parasit.
Ektotherm: Als ektotherm werden Tiere bezeichnet, deren Körpertemperatur auf die Wärmestrahlung der
Umgebung zurückgeht.
Endemisch: Taxa deren Vorkommen auf ein bestimmtes, eng begrenztes Gebiet beschränkt ist.
Endoparasit: Innerhalb des Wirtes lebende Parasiten.
Endung: Ein Buchstabe oder eine Gruppe von Buchstaben (Suffix), die (1) dem Stamm eines Wortes angefügt
werden, wie -IDAE bei Familiennamen, -INAE bei Unterfamiliennamen; oder (2) Buchstaben, die bei
einigen Gattungsnamen eine lateinische Endung wie -ella oder -istes bilden.
Endung, genitivische: Die Buchstaben am Ende eines Namens der Artgruppe; steht der Name im Genitiv des
Namens einer oder mehrerer Personen, einer Lokalität, eines Wirts oder einer anderen
mit dem Taxon assoziierten Einheit somit im zweiten Fall, gibt er ggf. Geschlecht und
Zahl wieder (z.B -i im Falle eines Mannes, -ae im Falle einer Frau, -orum, wenn es sich
um Männer oder insgesamt um Männer und Frauen handelt, -arum im Falle von Frauen).
ENZ: Europäische Nachzucht.
Epidermis: Oberste Hautschicht.
Exemplar: Das Einzelstück eines Tieres, eines Fossils, einer Lebensspur oder eines Teils davon.
Extremitäten: Gliedmaßen.
F
Familie: (1) Eine Rangstufe innerhalb der Familiengruppe zwischen Überfamilie und Unterfamilie. (2) Ein Taxon
auf der Rangstufe Familie.
Familiengruppe: Die ranghöchste Gruppe von Taxa in der hierarchischen Klassifikation, deren Namen in vollen
Umfange den Regeln unterliegen. Die Familiengruppe enthält Taxa der Rangstufen Überfamilie
Familie, Unterfamilie, Tribus sowie jeden anderen Ranges unterhalb der Überfamilie und
oberhalb der Gattungsgruppe, soweit das erforderlich ist, etwa eine Subtribus.
Familienname: s. Name.
Farmzucht (FZ): Dem natürlichen Lebensraum werden trächtige Tiere entnommen, welche ihre Gelege unter
kontrollierten Bedingungen zu kommerziellen Zwecken in so genannten Farmen ablegen.
Die geschlüpften Tiere werden als Farmzuchten bezeichnet.
Feldherpetologie: Feldforschung an Amphibien und Reptilien.
Femoraldrüsen: s. Femoralporen.
Femoralporen: Hautdrüse bei vielen Echsen auf der Innenseite der Oberschenkel. Gewöhnlich bei männlichen
Exemplaren besser ausgebildet als bei Weibchen. Während der Paarungszeit besonders deutlich
bei Männchen. Gegenwärtig schreibt man ihnen meist Bedeutung im Sinne einer Duftmarke zu.
Fertil: Fruchtbar.
Fluchtdistanz: Bestimmter räumlicher Abstand, bei dessen Unterschreitung durch ein als Feind angesehenes
Individuum Flucht erfolgt.
Fortpflanzungsverhalten: Sammelbegriff für alle die Fortpflanzung betreffenden Verhaltensweisen.
FZ: Siehe Farmzucht.
G
Gattung: (1) Systematische Kategorie; in der mehrere naheverwandte Arten zusammengefasst werden. (2)
Die Rangstufe innerhalb der Gattungsgruppe unterhalb der Familiengruppe und oberhalb der
Untergattung. (3) Ein Taxon mit der Rangstufe einer Gattung.
Gattungsname: s. Name.
Gattungsgruppe: Die Gruppe zwischen der Familiengruppe und der Artgruppe in der hierarchischen
Klassifikation. Die Gattungsgruppe schließt Taxa der Rangstufen Gattung und Untergattung ein.
Genetisch: Erblich bedingt.
Genotypus (Generotypus): s. Typus.
Genpool: Gesamtheit des Genbestandes einer bestimmten Population.
Gesamtlänge (GL): (1) Totallänge, (2) Maß für die Körperlänge von der Schnauzenspitze bis zur Schwanzspitze.
Geschlechtsdimorphismus: Unterschiede zwischen männlichen und weiblichen Tieren.
GL: Siehe Gesamtlänge.
Gravid: Trächtig.
H
Habitat: (1) Konzentrationsstelle einer Art, die sich innerhalb eines größeren Biotops (z. B. Wald, Fluss,
Höhle) scharf hervorhebt, von den Gesamtbedingungen desselben jedoch in seiner
Artenzusammensetzung weitgehend abhängt, z. B. Baum, Baumstumpf, Sandboden.
Heliophil: Sonne und Licht liebend.
Hemipenes: paariges, unterschiedlich langes Kopulationsorgan bei männlichen Squamata
(eine Hälfte=Hemipenis).
Herbivor: Pflanzen fressend.
Herpetofauna: Gesamtheit aller Reptilien- und Amphibienarten eines Gebietes.
Herpetologie: Lehre von den Amphibien und Reptilien.
Hibernation: Winterruhe, Überwinterung.
Holotypus: Das einzige Exemplar das als namenstragender Typus einer nominellen Art oder Unterart bezeichnet
oder anderweitig bei der Aufstellung des nominellen Taxon fixiert worden ist.
Humid: (1) Feucht, (2) niederschlagsreich.
Hybrid: Siehe Bastard.
Hygrometer: Instrument zur Messung der Luftfeuchtigkeit.
I
Inkubation: Bebrüten/Eibrüten von Eiern unter kontrollierten Bedingungen.
Inkubationszeit: Entwicklungszeit der Eier von der Eiablage bis zum Schlupf der Jungen.
Inkubator: Brutapparat, Brutschrank.
Intraspezifisch: (1) Innerartlich, (2) Individuen der gleichen Art betreffend.
Italics: Kursivschrift.
J
Jacobsonsches Organ: Paariges Geruchssinnesorgan im Mundhöhlendach.
Juvenil: (1) Jugendlich, (2) noch nicht geschlechtsreif.
K
Karnivor: Fleisch fressend.
Keratophagie: Fressen der eigenen oder fremden Haut nach oder während einer Häutung.
Klassifikation: Einordnung in die Systematik.
Kloake: Gemeinsamer Ausgang von Darm, Harnblase und Begattungsorgan.
Kommentkampf: Kampf der ohne Beschädigung zwischen zwei gleichgeschlechtlichen Tieren ausgeführt wird.
Kopf-Rumpf-Länge (KRL): Maß für die Körperlänge von der Schnauzenspitze bis zum After.
Kopulation: Paarung, Begattung.
KRL: Siehe Kopf-Rumpf-Länge.
L
Lateral: Seitlich, an der Seite befindlich, zur Seite hin gelegen.
Lectotypus: Siehe Typus-Serie.
Legenot: Durch Krankheit oder äußere Einflüsse bedingte Unfähigkeit reife Eier abzusetzen.
Letal: Tödlich.
M
Mortalität: Sterblichkeit.
N
Nekrose: Am lebenden Organismus absterbende Zelle/n.
Nomenklatur: Das System von Namen und Vorschriften zu deren Bildung und Anwendung.
Nominatform: (1) Nominat-Unterart, daher die Unterart deren Name mit dem wissenschaftlichen Namen
identisch ist (zum Beispiel Laudakia stellio stellio) (2) Erstbeschriebene Form einer mehrere
Unterarten umfassende Art, zu der alle anderen als Unterart gestellt werden.
NZ: Nachzucht.
O
Omnivor: (1) Allesfresser, (2) sowohl tierisch als auch pflanzlich ernährend.
Ovipar: Eierlegend.
Ozelle: Körperzeichnung, Fleck mit hellem/dunklen Kern und dunkler/heller Umrandung.
P
Paratypus: Jedes Exemplar einer Typus-Serie außer dem Holotypus.
Parietalauge: Veränderte Schuppe auf dem Kopf die aus einer Vielzahl von Nerven besteht um optische Reize
wahrzunehmen.
Pogona: Eine Gattung aus der Familie der Agamidae (pogon=griechisch=Bart).
Poikilotherm: Wechselwarm.
Population: Gesamtheit der in einem zusammenhängenden Areal lebenden Individuen.
Prädator: Fressfeind.
Q
Quarantäne: Vorübergehende räumliche Isolation von Tieren, die eine ansteckende Krankheit haben (könnten).
R
Rang: Für nomenklaturische Belange. Die Rangstufe eines Taxon innerhalb einer taxonomischen Hierarchie.
Reich: Die höchste Kategoriestufe der taxonomischen Hierarchie.
Reproduktion: Fortpflanzung, Vermehrung.
Reptilia: (1) Kriechtiere, (2) Reptilien, (3) Klasse der Vertebrata.
Revier: Siehe Territorium.
Rezent: Ein Taxon mit heute lebenden (rezenten) Vertretern.
Ritualkampf: Siehe Kommentkampf.
Rostral: zur Kopfspitze hin gelegen.
S
Sauria: (1) Echsen, (2) Unterordnung der Squamata.
Schenkelporen: s. Femoralporen.
Schenkeldrüsen: s. Femoralporen.
Schwanzlänge: Maß von der Kloake bis zum Schwanzende.
Semiadult: Halberwachsen, Übergang zur Geschlechtsreife.
Semiarid: Halbtrocken, Steppengebiet an der Grenze zur Wüste.
SL: Siehe Schwanzlänge.
Sommerruhe: Siehe Ästivation.
Sondieren: Geschlechtsbestimmung mit Hilfe einer Knopfsonde.
Squamata: (1) Ordnung, (2) Schuppenkriechtiere.
Stenophage Arten: Nahrungsspezialisten.
Sterblichkeit: Siehe Mortalität.
Steril: Keimfrei.
Subfamilie: Siehe Unterfamilie.
Subspezies: Siehe Unterart.
Substrat: Bodengrundmaterial, Untergrund.
Superfamilie: Siehe Überfamilie.
Sympatrische Arten: In einem gemeinsamen Verbreitungsgebiet lebende Arten, beziehungsweise Arten, deren
Verbreitungsgebiete sich überlappen (Gegenteil=Allopatrische Arten).
Synthese: (1) Prozess der Erzeugung, (2) Herstellung.
Syntypus: Siehe Typus-Serie.
Synonym: Jeder von zwei oder mehr Namen gleichen Ranges zur Bezeichnung deselben taxonomischen Ranges.
Systematik: Klassifikation der Organismen.
T
Taxon (Pl. Taxa): Eine mit einem Namen versehene oder nicht versehene taxonomische Einheit: Also eine
Population oder eine Gruppe von Populationen von Organismen, von denen gewöhnlich
angenommen wird, dass sie miteinander verwandt sind, und die zugleich über mehrere
gemeinsame Merkmale verfügen, wodurch sie die so gebildete Einheit von anderen
unterscheidet. Ein Taxon schließt alle einbezogenen Taxa niedrigeren Ranges und
Einzelorganismen ein.
Taxonomie: (1) Beschreibung und Benennung in einem System. (2) Die Theorie und Praxis der Klassifikation
der Organismen.
Terraristik: Terrarienkunde. Haltung, Beobachtung und Zucht von Amphibien sowie Reptilien in Terrarien.
Terrestrisch: Auf dem Land lebend.
Territorium: (1) Revier. (2) Gebiet, das von einem Individuum gegen Artgenossen (meist nur
gleichgeschlechtliche) oder andere Rivalen verteidigt wird (ganzjährig oder nur zur Paarungszeit).
Tribus: (1) Eine Rangstufe der Familiengruppe unterhalb der Unterfamilie. (2) Ein Taxon mit dem Rang Tribus.
Namen von Tribus haben die Endung -ini.
Trinomen oder trimoninaler Name: Die Kombination eines Gattungs-, eines Art- und eines Unterartnamens,
die gemeinsam den wissenschaftlichen Namen einer Unterart bilden.
Typus: Eine als solche oder als Teil eines mit dem Wort Typus zusammengesetzten Ausdrucks benutzte
Bezeichnung für ein besonderes Exemplar oder Taxon.
Typusart: Die nominelle Art, die namenstragender Typus einer nominellen Gattung oder Untergattung ist.
Typus-Fundort: Der geografische Ort, an dem der namenstragende Typus einer nominellen Art oder Unterart
gefangen, gesammelt oder beobachtet worden ist.
Typus-Serie: Serie von Exemplaren, auf die der ursprüngliche Autor ein neues Taxon der Artgruppe begründet.
Bei fehlen einer Holotypus-Festlegung ist jedes derartige Exemplar für die nachträgliche Festlegung
als namenstragender Typus (Lectotypus) wählbar. Solange kein Lectotypus festgelegt wurde, gelten
alle Exemplare der Typus-Serie als Syntypen und sie stellen in ihrer Gesamtheit den
namenstragenden Typus dar.
U
Überfamilie: (1) Rangstufe der Familiengruppe oberhalb der Familie (die höchste Rangstufe). (2) Namen von
Überfamilien haben die Endung -oidae
Überwinterung: Siehe Hibernation.
Unterart: (1) Rangstufe der Artgruppe unterhalb der Art (Die niedrigste Rangstufe). (2) Ein Taxon mit dem
Rang Unterart.
Unterfamilie: (1) Einteilungsstufe der Systematik, die der Familie unter- und der Gattung übergeordnet ist.
(2) Ein Taxon mit dem Rang Unterfamilie. (3) Endung immer auf -inae.
Untergattung: (1) Eine Rangstufe der Gattungsgruppe unterhalb der Gattung. (2) Ein Taxon mit dem Rang
Untergattung.
Unterordnung: Einteilungsstufe der Systematik, die der Ordnung unter- und der Familie übergeordnet ist.
UV-A-Licht: Wellenbereich des Lichts von 315-400 nm. Bei tagaktiven Terrarientieren ist die UV-A-Strahlung für
die Pigmentbildung und Regenerierung der Haut wichtig.
UV-B-Licht: Wellenbereich des Lichts von 280-315 nm. Bedeutend für den Kalziumhaushalt von Reptilien.
UV-C-Licht: Wellenbereich des Lichts unter 280 nm. Der UV-C-Bereich des Lichts wirkt keimtötend und wird zum
Beispiel in der Aquaristik zur Bakterien- und Algensporenabtötung verwendet. Bei Terrarientieren
führt zu lange oder zu intensive Bestrahlung mit UV-C-Licht zu Haut- und Augenschäden.
UV-Licht: Ultraviolettes Licht. Bestandteil des natürlichen Sonnenlichts und bei vielen Arten wichtig zur Synthese
von Vitamin D3.
V
Ventral: zur Bauchwand hin gelegen.
Vermiculit: Granulat, das aus dem Rohmaterial Glimmschiefer gewonnen wird. Durch schockartige Erhitzung des
Glimmschiefers auf etwa 1000° C verdampfen die eingeschlossenen Wassermoleküle, und das
Volumen des Materials vergrößert sich um ein Vielfaches. Die Expansion lässt Millionen kleiner Zellen
entstehen, die eine gute Wärmeleitung bewirken. Vermiculit verrottet nicht, ist feuchtigkeits-
unempfindlich und säurefest. In der Terraristik werden auf Vermiculit in der Inkubation Reptilieneier
zum Schlupf gebracht.
Vertebrata: Wirbeltiere.
Vivipar: Lebend gebärend.
W
WF: (1) Wildfang. (2) Dem natürlichen Habitat entnommen.
Wiesenplankton: Mit einem Fangnetz in der Natur erbeutete (Futter-) Insekten.
Winterruhe: Siehe Hibernation.
Z
Zeitigung: S. Inkubation.
Zeitigungsdauer: Siehe Inkubationszeit.
Zoologe: Jeder, der, hauptberuflich oder nicht, das Studium der Tiere betreibt.
Zoologische Nomeklatur: Siehe Nomenklatur.
Zoologisches Taxon: Siehe Taxon.
Fachbegriffe Herpetologie / Terraristik