Terrariengröße


Die Sachverständigengruppe tierschutzgerechter Haltung von Terrarientieren erstellte am 10. Januar 1997  ein Gutachten über die

Mindestanforderung an die Haltung von Reptilien, im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

(damals noch Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten). Dieses Gutachten behandelt einen allgemeinen Teil und einen

speziellen Teil, in dem auch die Mindestanforderungen an die Haltung der Arten der Gattung Pogona festgehalten werden. 

Das komplette Gutachten ist über die Internetpräsenz des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz als PDF

Dokument einzusehen.


Die Mindestgröße des Terrariums für die Pflege von Bartagamen wird nach diesem Gutachten wie folgt berechnet:


● Das fünffache der Kopf-Rumpf-Länge (KRL) ist für die Mindestlänge des Terrariums zu wählen

● Das vierfache der KRL ist für die Mindesttiefe des Terrariums zu wählen

● Das dreifache der KRL ist für die Mindesthöhe zu wählen


Die Angaben gelten für ein Paar Bartagamen (1,1 oder 0,2). Für jedes weitere Tier müssen 15% der Grundfläche hinzugerechnet werden.

Bei einer KRL von 13 cm ergeben sich für Pogona henrylawsoni unterdimensionierte Ausmaße. Eine vertretbare Größe des Terrariums für die

Haltung von Zwergbartagamen wäre 140x70x70 cm, doch hier gilt, je größer desto besser.

Die Höhe des Terrariums sollte allerdings auf 70-80 cm begrenzt werden.


KRL = Kopf-Rumpf-Länge (Die Länge von der Schnauzenspitze bis zum Kloakenspalt)

LxBxH = Länge x Breite x Höhe 


„Wer ein Tier hält, betreut oder zu betreuen hat, muss das Tier seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen; darf die Möglichkeit des Tieres zu artgemäßer Bewegung nicht so einschränken, das ihm Schmerzen oder vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden“ (§2 Tierschutzgesetz).


                                                                                                                   

In diesem Sinne.


Nachteile eines zu kleinen Terrariums :


● Bewegungsfreiheit ist (stark) eingeschränkt. Normale Bewegungsabläufe werden eingeschränkt.

● Bei einer Vergesellschaftung können sich die Tiere nicht aus dem Wege gehen = Stress.

● Tiere haben keine ausreichende Fluchtdistanz.

● Das Terrarium kann nicht artgerecht strukturiert werden.

● Eventueller Platzverlust durch eine Strukturierung (auch Rückwand und Seitenwände nehmen Platz ein).

● Schwierig die benötigte Technik unterzubringen.

● Schwierig Temperaturgefälle im Terrarium zu schaffen (Überhitzungsgefahr).

Leuchtkasten

Leuchtkasten

Leuchtkasten

Terrarium

Terrarium

Terrarium

Meine Terrarienwand bestehend aus 3 Einzelterrarien zur Pflege von Pogona henrylawsoni und Acanthocercus atricollis.